Die Existenzsicherung ist kein Notfall

Missverständnisse bei Christoph Butterwegge

https://www.deutschlandfunkkultur.de/precht-versus-butterwegge-ein-besseres-leben-fuer-alle-oder.2162.de.html?dram%3Aarticle_id=422870

Herr Butterwegge behauptet, bei der Existenzsicherung würde es sich um eine Notfallsituation handeln, ähnlich wie bei Unfall, Krankheit oder Pflegebedürftigkeit.

Das ist aber nicht der Fall.

Die Existenzsicherung der Menschen ist kein Notfall, sondern jeden Tag Realität.

Da diese aber für alle Menschen gleichermaßen gilt, macht es Sinn für alle Menschen eine einheitliche Regelung zu finden. Und das wäre ein Bedingungsloses Grundeinkommen.

Dann ist für den Alltag »Existenzsicherung« vorgesorgt. Und wir Bürger können uns um andere Themen kümmern.

Wenn Christoph Butterwegge meint, »Arbeitslosigkeit« sei eine Notfallsituation, dann kann das kaum noch als wirklichkeitsgerechte Wahrnehmung durchgehen.

Arbeit und Arbeitsumfang ist grundsätzlich Privatsache.

Was Menschen arbeiten, geht niemanden etwas an. – Für Butterwegge ist die Arbeitslosigkeit ein Notfall, weil er Anhänger der Arbeitsgesellschaft ist, und glaubt, jeder Bürger müsste zu irgendeiner Arbeit gedrängt werden. – Und wenn jemand nicht in einen Arbeitsplatz integriert ist, würde ein »Notfall« bestehen, und derjenige müsste umgehend wieder in einen Job gesteckt werden.

Aber solche krassen Vorstellungen von Gesellschaft haben nur die Anhänger der Arbeitsgesellschaft. – Sie haben auch kein Problem damit, wenn dabei Menschenrechte und Grundrechte der Bürger verletzt werden?

Butterwegge lässt sich gar nicht erst auf die Perspektive des Grundeinkommens ein.

Nicht um seine Notfalltheorien geht es, sondern um den Regelfall »Existenzsicherung«.

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