Die Buchlobby

Das Buch ist ja längst nicht mehr die Quelle für Informationen. – Nachrichten und Hinweise verbreiten sich per Newsletter, Blog, Social Media, Video, Podcast, Chat, Skype und so weiter. Außerdem wird das Buch kaum noch »gedruckt«, auf gefällten Bäumen, sondern per Datenübertragung auf ein Tablet gebracht oder eBook-Reader.

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/streit-um-die-buchpreisbindung-neu-entfacht-15613625.html

Der Börsenverein des deutschen Buchhandels ist aus einer anderen Zeit und will seine Machtposition und Geldquelle nicht einbüßen. Wenn ein Papierbuch genauso viel kostet wie eine Minidatei, dann ist das einfach nur noch absurd.

Man könnte meinen, Deutschland befindet sich im Dornröschenschlaf. Aber nein. Schön, dass doch immer wieder einige »hellwach« sind, wie diese Monopolkommission.

In Deutschland haben sich seltsame Modelle entwickelt.

Neben der Buchpreisbindung ist es der Zwang, ein selbst komponiertes Musikstück, das man öffentlich darbieten will, bei einem Unternehmen zu lizenzieren. Der GEMA. – Tut man das nicht, kann dieses Unternehmen einfach behaupten, man würde »vermutlich« ein Werk irgendeines GEMA-Künstlers unrechtmäßig nachspielen. Das heißt, es wird die Beweislast umgedreht. – So wird dem Nicht-GEMA-Mitglied die Unabhängigkeit verleidet.

Derlei obskure Geschäftsmodelle, die Lobbyinteressen dienen, sollten ein Ende finden !?

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