Eine Grundsicherung brauchen wir alle

Aber warum gibt es dann diesen Wettbewerb bei den Begründungen?

Da wird ganz laut herausgeschrien, dass wer 45 Jahre gearbeitet hat, ein menschenwürdiges Alterseinkommen verdient hat. Und die Mutter weiß zu erzählen, sie hat die Kinder groß gezogen und deshalb auch »gearbeitet«.

Das sieht dann so aus, als ob die Gesellschaft eine öffentliche Anhörung macht und wer belegen kann, »nützlich« gewesen zu sein, oder andere »akzeptierte« Gründe nennt, dem wird die Gemeinschaft doch ein angemessenes Einkommen verschaffen. – Oder?

Blöd nur, wenn bei dem »Schautanzen« Menschen übrig bleiben, die nicht die Show abziehen und sich gut verkaufen können. Was ist mit den Schweigenden? Und jenen, die keinen »Arbeitsnachweis« erbringen können? – Dürfen die dann nicht menschenwürdig leben? Und werden da nicht die Bedürftigen auseinanderdividiert?

So kann es vorkommen, dass ein Verhalten wie Egoismus aussieht. Hauptsache ICH bin gerettet, und mein Klientel. Wie die anderen Armen und Verlorenen zu ihrem geregelten Einkommen gelangen, ist deren Problem. – Wer Lobbyist ist, hat nicht unbedingt die Menschenrechte für alle im Sinn.

Aber genau darum, und NUR darum kann es gehen.

Das Bedingungslose Grundeinkommen fragt eben nicht, wer sich rechtfertigen kann und »Nachweise« für seine Bedürftigkeit erbringt. ALLEN Menschen soll ein menschenwürdiges Leben zu Teil werden. – Und das ist schon etwas anderes, als wenn Lobbyisten auf die Straße gehen.

Deshalb ist der alleinlebende Mensch, der kein Einkommen hat und keine Beziehungen und nur vor sich hin lebt, und von dem nicht bekannt ist, was er sein Leben lang gemacht hat, genauso wichtig und berechtigt, aus der Sicht der Menschenrechte und Grundrechte, wie alle anderen auch, und hat einen menschenwürdigen Umgang verdient.

DARUM kann man sich für das Bedingungslose Grundeinkommen einsetzen. – Weil es alle Menschen im Blick hat!

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