Und immer mehr Arbeitslose in Deutschland

Schlecker macht heute dicht. Viele Filialen schließen. Frauenarbeitslosigkeit.

Es ist der letzte Arbeitstag für 11.000 Schlecker-Beschäftigte: Am Samstag werden 2200 Filialen der Drogeriekette endgültig geschlossen. Doch die Hängepartie für die Betroffenen geht weiter. Erst am nächsten Mittwoch werden sie erfahren, ob sie in einer Transfergesellschaft für die kommenden Monate aufgefangen werden oder nicht.


Jetzt ist der Einzelhandel betroffen. Immer mehr Menschen verlieren dort ihre Arbeit. Warum? So viele Firmen werden gar nicht gebraucht, um die Menschen zu versorgen. Macht die eine Drogerie zu, hat man an der nächsten Ecke eine andere. Und wenn nicht, macht da eine auf. Oder die Menschen kaufen immer häufiger ihre Waren im Internet und lassen sich die Produkte bequem von der Post nach Hause liefern. Oder es wird gar nicht mehr so viel konsumiert, wie noch vor Jahren.


25 000 Schlecker-Mitarbeiter bangen derzeit um ihren Arbeitsplatz. Wer gehen muss, welche Filialen schließen, das weiß noch keiner.

Diese Vorgänge in der Wirtschaft wären weniger bedeutsam und könnten jedenfalls ohne größere Probleme passieren, wenn wir Menschen nicht von den Einkommen aus Arbeit abhängig wären. Und da wir von diesen Arbeitseinkommen abhängig sind, unsere Existenz damit finanziert wird, belastet uns jeder Vorgang in der Wirtschaft, der irgendwie die Arbeitseinkommen bedroht.

Deshalb müssen wir weg von Arbeit=Einkommen. Wir müssen Arbeit von Einkommen trennen. Dann kann in der Wirtschaft passieren was will, wenn jeder Mensch ein Bedingungsloses Grundeinkommen hat, können wir sorgenfrei die Vorgänge in der Wirtschaft wahrnehmen. Denn wir können unabhängig von dem Auf und Ab in der Wirtschaft, mit einem bGE in Sicherheit leben. Wir brauchen ein Bedingungsloses Grundeinkommen. Jetzt.

Im Februar 2012 seien bundesweit 160 000 Menschen mit einer Ausbildung in Verkaufsberufen arbeitslos gewesen, errechnet die Gewerkschaft Verdi. Insgesamt suchten in dem Bereich 270 000 Menschen eine Arbeit.

Es wird nie wieder eine Vollbeschäftigung in der Produktion geben. Und statt die Arbeitslosen durch den Staat schlecht zu behandeln, wie es heute geschieht, bei ALG I und ALG II, sollten wir allen Menschen ein sorgenfreies Leben ermöglichen. Es ist machbar.


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